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Privatpraxis für Integrative Neurologie Hamburg

Knut Humbroich

Integrative Medizin: 
Anthroposophische Medizin

Anthroposophische Medizin ist eine integrative Medizin, die sich aus drei Quellen speist:

1. aus der naturwissenschaftlichen, konventionellen Medizin mit deren Methoden und Ergebnissen
2. aus einem ganzheitlichen Natur- und Menschenverständnis
3. aus geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen über Seele und Sein des Menschen.
 

Alle drei gehören untrennbar zusammen und bilden die Basis der Anthroposophischen Medizin. Leibliches und seelisches Leben bilden gemeinsam mit der Individualität des Menschen eine Einheit, sie beeinflussen sich wechselseitig. Dies in Diagnostik und Therapie zu berücksichtigen, ist eine der wesentlichen Grundlagen der Anthroposophischen Medizin.

Integrativ im Wortsinne

Anthroposophischen Medizin ist deshalb auch keine Alternative zur konventionellen Medizin, sie will diese nicht ersetzen. Im Gegenteil: Sie steht auf deren naturwissenschaftlicher Basis und setzt im Bedarfsfall alles ein, was die naturwissenschaftliche Forschung an nützlichen Erkenntnissen bereithält: Medizintechnik, Laborkontrollen, Medikamente, Operationen, Intensivmedizin. 

Aber dabei bleibt sie nicht stehen. Anthroposophische Medizin erfasst den Menschen als Subjekt in seiner Gesamtpersönlichkeit und in seinen Lebensbesonderheiten nach menschenkundlichen Gesetzmäßigkeiten. Sie versucht also, den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten einer Krankheit das Charakteristische des jeweiligen Menschen in das weitere Vorgehen einzubeziehen. Denn jeder Mensch ist einzigartig und jede Behandlung ist es ebenfalls. 

Anthroposophische Medizin kennt deshalb keine pauschalen Behandlungsrezepte. Auch wenn sich die Krankheitsbilder ähneln, so bekommt doch jede Krankheit durch den Patienten selbst ein eigenes Gesicht.

Anthroposophische Medizin fragt deshalb nach den körperlichen, aber ebenso nach den physischen psychischen Voraussetzungen, die den krankmachenden Faktoren erst den Weg geebnet haben.

Dies zu erkennen und therapeutisch umzusetzen, sich jedem Patienten neu zuzuwenden, geleitet von wissenschaftlichen Erkenntnissen, ärztlicher Erfahrung, persönlicher Urteilsfähigkeit und Intuition, ist ein wichtiges Charakteristikum Anthroposophischer Medizin.

Denn eine Medizin, die den Menschen als Individuum ausklammert, kann keine Humanmedizin sein. 

Anthroposophische Arzneimittel

Alle anthroposophischen Arzneimittel sind darauf ausgerichtet, die Selbstheilungskräfte des Organismus anzuregen. Dabei ergänzen sie die Medikamente aus der Schulmedizin.

Wo die konventionelle Medizin jedoch ausschließlich darauf ausgerichtet ist, Krankheitskeime abzutöten, Krankheitsprozesse zu unterdrücken und fehlende Stoffe zu ersetzen (zum Beispiel Vitamine, Hormone, Blutbestandteile), geht die Anthroposophische Medizin noch einen Schritt weiter. Sie will bewirken, dass der Organismus – wo immer es möglich und sinnvoll ist – eine Krankheit aus eigener Kraft überwindet. Dabei geht es vor allem darum, die Körperfunktionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Abwehrkräfte zu stärken. Dafür spielen die anthroposophischen Arzneimittel eine große Rolle.  

Verwendet werden dafür vor allem mineralische, pflanzliche, metallische und tierische Ausgangsstoffe. Sie werden in speziellen Verfahren arzneilich aufbereitet und zu Tropfen, Pulver, Salben, Tabletten, Globuli oder Flüssigkeiten zur Injektion verarbeitet. Die Herstellung unterliegt den üblichen vorgeschriebenen Qualitätskontrollen.  

Anthroposophische Arzneimittel zählen zu den „besonderen Therapierichtungen“. 

 

 

Anthroposophische Therapien

Anthroposophische Medizin erweitert die Methoden der modernen, naturwissenschaftlichen Medizin um spezifische Therapieformen auf der Grundlage eines geisteswissenschaftlich begründeten Menschenbildes heraus. Dazu gehören vor allem die Kunsttherapien wie Malen, Plastizieren und Musik-/Gesangstherapie, aber auch die Sprachgestaltung, Rhythmische Massagen nach Wegman/Hauschka und die Heileurythmie. 

Ziel aller künstlerischen Therapieformen ist, dass der Patient selbst unter Anleitung des Therapeuten in sich heilende Prozesse anregt und durch dieses eigenaktive und kreative Handeln gesundet. Die aktive Auseinandersetzung mit Ton, Holz, Stein, mit Farbe, Form, Klang, Sprache und Bewegung lässt anders wahrnehmen, hören, sehen und fühlen. Damit eröffnen sich neue und schöpferische Wege im Umgang mit der Umwelt und der eigenen Innenwelt – und somit auch für die Bewältigung von Krankheit und seelischen Problemen. 

Für diese künstlerischen Therapien ist keine Begabung erforderlich. Vielmehr kommt es darauf an, den künstlerischen Prozess, das eigene kreative Tun und den dadurch ermöglichten Dialog zwischen Innen und Außen, Nähe und Distanz zu erleben. Das ist auch einem vermeintlich unmusikalischen oder zeichnerisch unbegabten Menschen möglich! 

Mit dieser Synthese aus Natur- und Geisteswissenschaft verbindet Anthroposophische Medizin den pathogenetischen – an der Krankheit orientierten – Ansatz der Medizin mit der salutogenetischen – an der Gesundheit orientierten – Sicht. Daraus resultiert ein ganzheitliches Gesundheits-, Krankheits-  und Therapieverständnis.

Äußere Anwendungen

Wickel, Einreibungen und Auflagen sind bewährte Mittel bei vielen Erkrankungen. Sie stärken die Funktion bestimmter Organe, sie wirken ausgleichend oder beruhigend – je nachdem, wie und wo sie eingesetzt werden. 

Bei Nervenerkrankungen kommen vor allem Einreibungen und Wickel mit Arnika-Essenz, Rosmarin und Schachtelhalm zum Einsatz.

Privatpraxis für ANTHROPOSOPHISCHE Neurologie Hamburg

Knut Humbroich
Facharzt für Neurologie

Neue Große Bergstraße 7
22767 Hamburg

Telefon: 040 - 732 30 29
E-mail: info(at)neurologie.hamburg

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